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PSI Branchenbarometer Europa - Das sprunghaft gestiegene Nachhaltigkeitslevel der Werbeartikelindustrie in Zahlen

07.03.2018 10:14 Uhr PSI
PSI Branchenbarometer Europa - Das sprunghaft gestiegene Nachhaltigkeitslevel der Werbeartikelindustrie in Zahlen | PSI Branchenbarometer Europa - Das sprunghaft gestiegene Nachhaltigkeitslevel der Werbeartikelindustrie in Zahlen

PSI Branchenbarometer Europa - Das sprunghaft gestiegene Nachhaltigkeitslevel der Werbeartikelindustrie in Zahlen

Diesel-Fahrverbote – jetzt also doch! Umweltschutz, der Politik vorgeturnt von der Justiz. Und mal ehrlich: Hätten Sie darauf gewettet? Geht doch schließlich seit Jahren so. Jetzt aber nicht mehr. Gut, wer darauf vorbereitet ist. Umweltschutz ist Teil der Nachhaltigkeit. Und auch hier gilt: Besser darauf vorbereitet sein, als die Gesetzesfaust auf dem Tisch.

Schon sind wir mittendrin im Endspurt des ersten Quartals von 2018, die EU CSR-Berichtspflicht im Nacken und die EU Datenschutzgrundverordnung vor Augen. Beides substantielle Bestandteile der Nachhaltigkeit und damit auch der aktuellen PSI Sustainability Awards 2018. Da lohnt ein Blick auf den Werbeartikelmarkt: Wie hält es mein Wettbewerber mit der Nachhaltigkeit? Kokettiert er noch – oder gestaltet er schon?

Chefsache? Oder doch eher noch schmückendes Beiwerk? Lassen wir doch ganz einfach Zahlen sprechen. Idealerweise die topaktuellen aus dem PSI Branchenbarometer Europa 1/2018. Das hilft bei der Unternehmensnavigation. Gleichzeitig natürlich auch bei der Entscheidung, ob Sie Ihr Unternehmen in diesem Jahr für die vierten PSI Sustainability Awards anmelden sollten.

Zur (Chef-)Sache: 740 Teilnehmer (Händler und Lieferanten) aus ganz Europa haben für die mittlerweile fünfte Auflage des PSI Branchenbarometers durch ihre Antworten und Anmerkungen zu einer der umfangreichsten und auch validesten Marktstudien der europäischen Werbeartikelindustrie beigetragen.

Uns interessiert dabei hier und heute natürlich vor allem ein ganz besonderer Aspekt: Wie hältst Du es mit CSR und Nachhaltigkeit, liebe Kollegin, lieber Kollege? Und da hat die Studie tatsächlich so einiges an differenzierten Antworten anzubieten.

Qualitätsbewusstsein zieht an

Bereits im Vorfeld der eigentlichen Fragen zu CSR und Nachhaltigkeit sind die Antworten auf die Frage nach den beobachteten Produkttrends (Chart 10) durchaus aufschlussreich. Schon hier kündigt sich ein Trendwechsel auf Anwenderseite an und lassen sich CSR- sowie Nachhaltigkeitsaspekte als Relevanzkriterien herausfiltern.

So zieht offensichtlich das Qualitätsbewusstsein an. Verstärkt gefragt sind Wertigkeit, Langlebigkeit und europäische Produktionsstätten. Registriert wird auch ein Abrücken von der Wegwerfmentalität. Ökologische Komponenten wie beispielsweise bei Textilien und den Wegwerfbechern der Coffee-2-go-Kultur rücken in den Fokus.

Sprunghaft gestiegene Nachhaltigkeitsaktivitäten

Diesen Trends auf der Anwenderseite entspricht eine geradezu sprunghaft angezogene Nachhaltigkeitsdynamik auf Anbieterseite. Motor dieser Dynamik sind Lieferanten und Handel im Gleichschritt. Und das ist gleich zu Beginn schon mal eine erstaunliche Feststellung, denn bislang hinkte der Handel seinen Lieferanten in der Nachhaltigkeitsdisziplin deutlich hinterher.

Treiber dieser signifikanten Entwicklung sind neben den gestiegenen Erwartungshaltungen der Industrie die schärfer formulierten EU-Regularien, wie sie sich vor allem in der EU CSR-Berichtspflicht niederschlagen (in allen 28 EU-Staaten zum 01.01.2017 in Kraft getreten).

Besser vorbereitet durch die Teilnahme an den PSI Sustainability Awards

Aber die Werbeartikelbranche zeigt sich inzwischen deutlich besser gewappnet. Das ist nicht zuletzt auch ein Verdienst der PSI Sustainability Awards. Sie haben zum einen das Thema tiefer in den Markt getragen. Zum anderen verhilft die Teilnahme an den Sustainability Awards zu vorzeigbarer Fitness auf den Feldern von CSR und Nachhaltigkeit, die im Wettbewerb zunehmend spielentscheidender werden.

Waren es Ende 2016 zur Erhebung des PSI Branchenbarometers 18,6 Prozent der Lieferanten und 15,1 Prozent der Händler, die sich an den EU-Regularien orientierten, so sind dies Ende 2017 bei den Lieferanten 30,5 Prozent und bei den Handelspartnern fast gleichauf 29,2 Prozent.

Fast jedes 3. Werbeartikelunternehmen beschäftigt sich mit CSR und Nachhaltigkeit

Anders formuliert: Ende 2016 beschäftigte sich ca. jeder 5. Lieferant und etwa jeder 7. Händler in irgendeiner Form mit CSR und Nachhaltigkeit. Ende 2017 ist dies schon in beiden Marktgruppierungen gleichauf fast jeder Dritte!

Verteilt auf die Aktivitäten innerhalb der drei Nachhaltigkeitssäulen Ökonomie/Qualtätsmanagement, Umweltmanagement sowie Sozialmanagement, ergibt sich eine außerordentlich lebendige wie auch vielgestaltige Momentaufnahme.

Der Lieferantencheck

Eine Zahlenvergleich Ende 2016 mit dem Nachhaltigkeitslevel von 2017 möge dies verdeutlichen. Starten wir mit den Lieferanten. Ende 2016 verfügten 17,3 Prozent der Lieferanten über diverse ISO-Zertifizierungen im Qualitäts- und Umweltmanagement. In 2017 waren dies bereits 28,1 Prozent. SGS Fresenius-zertifizierte Unternehmen lagen Ende 2016 bei 3,4 Prozent, in 2017 bei 10,2 Prozent.

Auch im Sozialmanagement sind sprunghaften Zunahmen zu verzeichnen: Ende 2016 haben wir es mit 12,6 Prozent SEDEX-zertifizierter Lieferanten zu tun, in 2017 mit 21,9 Prozent. Ähnliches bei BSCI: von 11,1 auf 30,5 Prozent.

In der Liste der relevanten Unternehmens- und Produktzertifikate sind ferner TÜV und EMAS (gleichauf mit 21,4 Prozent) sowie Intertek und SA8000 (beide mit 14,3 Prozent) zu nennen.

Bei den Produktzertifikaten sind insbesondere FSC (24,2 Prozent), Oekotex (17,2 Prozent), GOTS (14,3 Prozent) und PEFC (10,2 Prozent) auf dem Vormarsch.

Der Händlercheck

Wie sieht das bei den Absatzmittlern aus? Bei den rückgemeldeten Zahlen ist zu berücksichtigen, dass hierbei nicht zwischen Handel ohne Eigenimport und selbstimportierenden Händlern differenziert wurde.

Konnten Ende 2016 konnten 19,5 Prozent der Händler diverse ISO-Zertifizierungen im Qualitäts- und Umweltmanagement vorweisen, lag ihre Quote in 2017 schon bei 34,7 Prozent.

Auch im Sozialmanagement positioniert sich der Handel: Ende 2016 verfügen 11,4 Prozent über SEDEX-Zertifikate, in 2017 mit 22,2 Prozent. Bei BSCI verläuft die Entwicklung von 9,6 Prozent Ende 2016 zu 19,4 Prozent in 2017.

In der Liste der relevanten Unternehmens- und Produktzertifikate sticht das TÜV-Siegel mit 40,9 Prozent hervor. EMAS bringt es auf 22,7 Prozent, Intertek auf 4,5. Unter den Produktzertifikaten beherrschen GOTS (22,7 Prozent), FSC (15,3 Prozent) und Oekotex (13,9 Prozent) die Szenerie.

Ein Drittel der Branche hat 2017 in Nachhaltigkeitsmaßnahmen investiert

Insgesamt 35% aller befragten Unternehmen haben 2017 in CSR- und Nachhaltigkeitsmaßnahmen investiert. Für jede zweite Firma sind entsprechende Nachweise und Zertifikate wichtig. Dabei steigt die Relevanz der Nachweise mit der Größe des Unternehmens.

Auch bei der Quote zertifizierter Artikel treffen wir auf das nachhaltige Drittel: Durchschnittlich 36 Prozent des Lieferanten- wie auch des Händler-Produktportfolios können entsprechende Nachweise ausflaggen.

Und wer ökologisch-soziale Produkte im Angebot hat, wirbt auch fast ausnahmslos dafür, um sich vom Wettbewerb abzuheben.

Die vierten PSI Sustainability Awards 2018: Fitness fürs Business

Die Anmeldungen zu den aktuellen PSI Sustainability Awards 2018 laufen auf Hochtouren. Nach den bisher 3 erfolgreichen Durchgängen hat sich tatsächlich so etwas wie eine - durchaus agile - Sustainable League innerhalb der Branche herausgebildet. Und sie wächst!

Dies ist zum einen der beginnenden Popularität der Awards mit ihrer feierlichen Abschlussveranstaltung in Wiesbaden geschuldet. Zum anderen der Einsicht, dass die Themen CSR und Nachhaltigkeit nicht mehr länger ausgeblendet werden können, wie sich leicht durch die EU CSR Berichtspflicht, die EU Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und die chinesische Blue Sky-Initiative ableiten lässt. Man muss kein Prophet sein, um für die Zukunft von weiteren Verschärfungen auszugehen.

Vierfacher Benefit

Die Teilnahme an den vierten PSI Sustainability Awards 2018 bringt Ihnen und Ihrem Unternehmen einen vierfachen Benefit: Sie schaffen erstens Struktur und Zukunftsnavigation in Ihrem Unternehmen.

Sie dokumentieren zweitens das Nachhaltigkeitsengagement Ihres Unternehmens und zahlen auf seine Reputation ein. Sie sind drittens vorbereitet auf die Lieferantenaudits der durch die EU CSR-Berichtspflicht direkt betroffenen Markenartikler, die ihre Lieferantenketten transparent machen müssen.

Und jeder von uns ist irgendwo Teil dieser Lieferketten. Wenn Sie bei den Fragebögen bezüglich CSR und Nachhaltigkeit passen müssen, sind Sie - zumindest temporär - aus dem Spiel.

Sie bereiten sich viertens auf 2023 vor: Ab dann müssen sich auch die kleinen und mittleren Unternehmen der EU CSR Berichtspflicht unterwerfen. Was Sie einmal vorbereitet haben und jährlich aktualisieren, kann Ihnen niemand mehr nehmen.

Ob als Awards-Neuling oder Wiederholer: Bleiben Sie am Ball!

Anmeldeschluss: 20. April 2018!

Ihr kurzer Weg zu Anmeldung -> www.psi-awards.de

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