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Ohne Nachhaltigkeitsprofil läuft für immer mehr Firmen immer weniger

01.08.2016 08:54 Uhr PSI / PSI Sustainability Awards
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Schrittmacher für die Werbeartikelindustrie: Die PSI Sustainability Awards

In der globalen Wirtschaft nehmen Implementierung sowie Forcierung von CSR und Nachhaltigkeit Fahrt auf. Schlag auf Schlag bekennen sich immer mehr Konsumermarken, Handelsmarken, aber auch Vertreter der Investitionsgüterindustrie zu zertifizierter Nachhaltigkeit. Produktionsprozesse werden umgestellt, konkrete Ziele vorgeben und Maßnahmen durch Zahlenwerke abgebildet. Die Ökonomie als solche ist kein absoluter Wert mehr, sondern kann nur noch im Ausgleich mit Umwelt und Arbeitsbedingungen funktionieren.

Nachhaltigkeit oder auch Sustainability wird mehr und mehr zum Maß der Wirtschaft. Zu einer Art stillschweigend vorausgesetzter Legitimation für die Teilnahme am Wirtschaftsgeschehen - und damit zugleich zum Nadelöhr für bislang abseits stehende Firmen.

Ein Zeitphänomen, das weit mehr als nur einen Trend oder gar nur den nächsten Hype abbildet. Ein Thema zudem, das uns auch nie mehr verlassen wird. Unsere Unternehmen, deren Zulieferer und wir als Konsumenten stehen mehr und mehr im Fokus und sind gefordert. Schon heute lässt sich ohne den Blick in die Kristallkugel prognostizieren: Ohne Nachhaltigkeitsprofil läuft für immer mehr Firmen immer weniger. Und schon bald gar nichts mehr.

Ohne Nachhaltigkeitsprofil droht das Aus

Wir haben es mit einem Paradigmenwechsel in unserer Wirtschaft zu tun. Und zwar übergreifend im B2C und B2B. Über den forcierten Stellenwert nachhaltiger Produkte bei Aldi Süd berichteten wir an dieser Stelle bereits vor kurzem. Doch ist der Discounter beileibe nicht allein auf weiter Flur, wenn auch ein wesentlicher Treiber.

Zu den wichtigen unternehmerischen Benchmarks, die sich Handlungsfelder der Nachhaltigkeit bereits seit längerem erschlossen haben, zählen - bei aller zwischenzeitlicher Kritik – auch Otto (früher: Otto Versand) und mit Edeka der größte deutsche Lebensmitteleinzelhändler. Im Kern also Textilien und Lebensmittel. Bei Otto soll der Anteil an Textilprodukten aus eigener nachhaltiger Produktion unter dem Label “Cotton made in Africa” - kurz CmiA - in diesem Jahr bei 75% liegen. Bis 2020 will der Hamburger Konzern daraus 100 Prozent machen. CmiA unterstützt rund 700.000 afrikanische Kleinbauern bei dem nachhaltigen Anbau von Baumwolle. Aktuell forciert Otto mit einer 360°-Kampagne das Thema Nachhaltigkeit u.a. auch durch TV-Spots bei den Konsumenten.

Noch einen deutlichen Schritt weiter ist Edeka. Der Lebensmittelriese kooperiert bereits seit Jahren mit der Umweltorganisation World Wide Fund For Nature, kurz WWF. Die bisherigen Schwerpunkte der Zusammenarbeit lagen und liegen bei Fisch und Meeresfrüchten, Palmöl, Soja, Papier und Tissue, Holz sowie Klima und Wasser. Nun kommt auch noch eine Verpackungsinitiative hinzu: Edeka ist gewillt, den eigenen CO2-Fußabdruck auch im Bereich der Verpackungen in Zusammenarbeit mit dem WWF zu reduzieren.

Werbeartikelindustrie Teil der Lieferkette

Es gehört nicht viel Phantasie dazu, die Schnittstellen der Werbeartikelindustrie mit den Wertschöpfungsketten der Konsumgüterindustrie als auch der Investitionsgüterindustrie zu identifizieren. Schließlich lassen sich die neuen Botschafter der Nachhaltigkeit wie die Aldis, Ottos, Edekas, Unilevers, Ikeas, Telekoms etc. samt ihrer Marken und Eigenmarken für Werbeartikelagenturen und deren Lieferanten nicht vermeiden.

Nachhaltig agierende Unternehmen sind nicht länger mehr die Exoten. Die Wertigkeiten haben sich verschoben. Zum Außenseiter wird mehr und mehr, wer sich bedeckt, abwartend oder unschlüssig verhält. Diese Botschaft ist auch in der Werbeartikelindustrie in nennenswerter Breite angekommen.

Das belegen nicht nur die steigenden Einsendungsfrequenzen der PSI Sustainability Awards, sondern zugleich auch die angezogenen Qualität sowie die Dokumentation der eingereichten Produkte, Kampagnen, Zertifikate und Eigeninitiativen.

Auch die Auswertungen des aktuellen PSI Branchenbarometers 1/2016 unterstreichen das. Auf die Frage “Haben Sie im Jahr 2015 Maßnahmen zur Zertifizierung ergriffen oder Nachweise der Nachhaltigkeit erlangt?” antworteten mehr als die Hälfte aller Lieferanten positiv (54%).

Etwas zurückhaltender lautete die Zwischenbilanz beim Handel. Doch auch bei den Absatzmittlern ist es schon ein starkes Drittel (35%), das sich dem Nachhaltigkeitsgedanken stellt und zumindest bereits auf einen praktischen Einstieg in das Thema verweisen kann.

Plattformgedanke der PSI Sustainability Awards

Es geht es nicht mehr um das „Ob“ nachhaltiger Unternehmensführung, sondern um das „Wie“. In diesem Verständnis liegt der Schlüssel zu einem neuen Managementansatz. Genau das lässt sich auch an den Einreichungen und Resultaten der PSI Sustainability Awards ablesen. Wiesbaden erlebt am 02. September 2016 in festlichem Rahmen die neuen Benchmark-Unternehmen der Werbeartikelindustrie auf den Feldern der Nachhaltigkeit.

An diesem Tag treffen sich die Nachhaltigkeitsaktiven der europäischen Werbeartikelbranche im Kurhaus zu Wiesbaden, um die Nominierten und Preisträger aus ihrer Mitte zu ehren, zu feiern, von ihnen zu lernen und sich untereinander auszutauschen: die Geburtsstunde der PSI Sustainable League als Nachhaltigkeitsplattform.

Mit Fug und Recht lässt sich sagen, dass unsere Werbeartikelindustrie auch 2016 wieder ein Stückchen nachhaltiger geworden ist und den Blick optimistisch auf die Herausforderungen und Chancen der Zukunft richten kann. Es sind nicht zuletzt die PSI Sustainability Awards, die alljährlich die Anschlussfähigkeit der Werbeartikelbranche an das Nachhaltigkeitsprofil der europäischen Wirtschaft ausweisen.

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