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Kahlschlag an Finanzmärkten sorgt für neuen Rohstoff-Boom

25.05.2010 News Archiv
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Die anhaltende Panik an den weltweiten Finanzmärkten und die Euro-Schwäche haben für einen neuen Boom bei Rohstoffen gesorgt. Besonders das als „sicherer Hafen" bekannte Gold ist angesichts der Talfahrt an den Börsen dieser Tage wieder kräftig nachgefragt. Nach einem Bericht der pressetext Nachrichtenagentur GmbH ist der Ansturm der Anleger auf das Edelmetall ist dermaßen stark, dass zuletzt sogar die Förderer mit der Produktion nicht mehr nachgekommen sind. Experten zufolge bleibt die Nachfrage hoch. Eine Trendwende sei vorerst keine in Sicht. Die Jagd nach neuen Rekordniveaus könnte sich somit fortsetzen. „Der Goldpreis sieht weiterhin sehr gut unterstützt aus", sagt Carsten Fritsch, Rohstoffanalyst bei der Commerzbank. Die Risikoaversion der Anleger wachse, während die Aktienmärkte fallen. Erst vor wenigen Tagen hatte der Preis des Edelmetalls neue Rekordhöhen erklommen. Dabei sind die Preise derzeit nur teilweise spekulativ getrieben, wie der Marktkenner erklärt. „Es besteht eine hohe Anleger- und Investmentnachfrage, die aber eher einen langfristig orientierten als spekulativen Anlagecharakter besitzt", so Fritsch gegenüber pressetext. Käufer hatten erst vor zwei Wochen derartig beherzt zugegriffen, dass die weltweite Produktion nicht mehr ausreichte, um ihren Goldhunger zu stillen. Wie Bloomberg unter Berufung auf Daten der UBS berichtet, kauften börsengehandelte Indexfonds (ETFs) mit 41,7 Tonnen binnen einer Woche soviel Gold wie seit 14 Monaten nicht mehr. Die wöchentliche Förderung von China, Australien und den 15 weiteren weltgrößten Bergbaunationen zusammen beträgt im Schnitt hingegen nur 41,6 Tonnen, schätzen die Marktforscher von GFMS. Am 14. Mai hatte der Goldpreis in Dollar sein bisheriges Rekordhoch bei 1.249,40 Dollar markiert, wonach er zurück unter die Hürde von 1.200 Dollar gerutscht ist. Die Rally dürfte sich laut Analysten und Investoren aber fortsetzen. Der Preis könne bis Jahresende auf ein Niveau um 1.500 Dollar klettern. Langfristig seien darüber hinaus weitere Steigerungen möglich.

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