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Höhere Steuerlast für privat genutzte Firmenwagen

27.04.2010 News Archiv
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Handwerker, Unternehmer und Selbständige müssen künftig deutlich mehr Geld an das Finanzamt abführen, wenn sie mehrere Betriebs-Pkw besitzen, die auch privat genutzt werden. Das berichtet das Onlineportal „mittelstanddirekt" unter Berufung auf die Tageszeitung Die Welt. Wie es heißt, sei hierfür ein Urteil des Bundesfinanzhofs (Az.: VIII R 24/08) verantwortlich, mit dem die bisherige Steuerregelung gekippt wurde. Demnach müsse der Privatanteil von einem Prozent des Listenpreises für jeden Betriebs-Pkw ermittelt und versteuert werden - und zwar fahrzeug- und personenbezogen. Diese Regelung greife auch dann, wenn ausschließlich eine Person die Fahrzeuge privat nutze. Von dem Urteil seien also diejenigen Steuerzahler betroffen, die betriebliche Fahrzeuge auch privat nutzen und diesen privaten Nutzungsanteil bislang pauschal versteuert haben. Wörtlich heißt es: „Nach bisherigem Recht habe ein Selbständiger mit mehreren Betriebs-Pkw die Nutzungsentnahme nach der Ein-Prozent-Regelung nur für ein Fahrzeug berechnet und versteuert. Einzige Bedingung: Er habe nachweisen müssen, dass das Fahrzeug nur von ihm und von niemand anderem genutzt wird - die so genannte 'Junggesellenklausel'." In bisherigen Fällen hätten die Finanzbeamten zur Besteuerung das Auto mit dem höchsten Listenpreis herangezogen. Doch mit dieser einfachen und vor allem sehr günstigen Besteuerung sei nun Schluss. Die Anwendung der Ein-Prozent-Regelung für alle Fahrzeuge ergebe in der Regel eine erheblich höhere Belastung für den Unternehmer. „Wenn Unternehmer die Steuerlast für ihren Betrieb reduzieren wollten müssten sie nun für jedes Fahrzeug ein Fahrtenbuch führen."

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