Stephan Koziol: Der Glücksfabrikant
06.07.2010
Stephan Koziol
Koziol - das ist eine Welt für sich. Zentrum dieser Welt ist der Firmensitz in Erbach im Odenwald. Hier, wo schon Firmengründer Bernhard Koziol vor 83 Jahren mit einer Elfenbeinschnitzerei begonnen hat, steht heute ein hocheffektiv und mit modernsten Maschinen produzierendes Kunststoff verarbeitendes Unternehmen mit hohem Anspruch an Design und Qualität sowie klar definierten Werten wie soziale und ökonomische Nachhaltigkeit, ökologische Verantwortung und „Made in Germany". Hier entsteht das gesamte Sortiment, das mit den drei Linien koziol collection, koziol incentives und koziol professional hochwertige Designprodukte zum Leben und Wohnen für Fachhandel, Werbeartikelhandel und Gestaltungsprofis bereitstellt.
Einfallsreich, unkonventionell, vielseitig und zielbewusst - so präsentiert sich nicht nur das Unternehmen, sondern auch Stephan Koziol, der Gestalter der koziol-Markenwelt und der Schöpfer der Philosophie vom Glück. Er führt die Tradition aus den Sechzigern fort, nicht nur mit werkseigenen Designern, sondern auch mit renommierten Kreativen aus der ganzen Welt zusammenzuarbeiten.
Unternehmer wollte Stephan Koziol schon immer werden. Die Frankfurter Messe kannte er schon als Fünfjähriger, schon 1960 flog er mit seinem Vater nach New York. Doch es war nicht die Tradition allein, die ihn diese Laufbahn einschlagen ließ. Es war die Freude am praktischen Tun, die Faszination, Ideen in Produkte umzusetzen, die ihn an der Hanauer Zeichenakademie den Beruf des Vaters erlernen ließen. Anschließend arbeitete der Elfenbeinschnitzer und Werkzeugmacher zunächst im Familienunternehmen, später machte er sich selbstständig und setzte zeitweise andere Schwerpunkte. Vielleicht war es diese Unabhängigkeit, die Freiheit, etwas tun zu können, aber nicht zu müssen, die ihn 1979 ins Unternehmen zurückbrachten. Die Aussicht, das vom Vater Geschaffene gestalten und weiterentwickeln zu können, sah er als Zukunftschance für die Firma und als Herausforderung für sich selbst. Nachdem die Nachfolge mit seinen Geschwistern geregelt war, übernahm er 1980 zusammen mit seinem Bruder Bernhard die Geschäftsführung.
Ein wichtiger Meilenstein war die Erfindung der Traumkugel 1950, und auch die Idee aus den Achtzigern, Low-Interest-Produkte des täglichen Bedarfs wie Spülbürsten und Wäscheklammern zu Designobjekten zu machen, war damals revolutionär. Die Innovationskraft ist bis heute geblieben. „Die Innovationen von heute betreffen zwar auch die technische Entwicklung, aber zunehmend auch die Bereiche Design und Marketing", erklärt Koziol. Auch die Erschließung neuer Absatzmärkte gehört hierher, die vor zwei Jahren zur Einführung der Professional-Linie mit dekorativen Raumteilern und Kunstobjekten geführt hat.

