Schwarzmarkt-Mentalität

Die 40er Jahre

Nach Kriegsende war bis zum Zeitpunkt der Währungsreform die eigentliche Währung die Zigarette. Eine „Chesterfield" entsprach dem Gegenwert von 10 RM (Reichsmark), der Schwarzmarkt blühte. Begehrt waren Füllhalter mit Goldfeder, 1000 Stück wurden gegen einen Mercedes getauscht. Die Schwarzmarkt-Mentalität war es dann auch, die den wiederbelebten Geschenke- und Werbemittel-Markt vielfach prägte. Ein einheitliches Erscheinungsbild kann dabei allerdings nicht gezeichnet werden. Vielmehr war die Nachkriegszeit geprägt von großen regionalen Unterschieden und Aktivitäten in kleinstem Rahmen. Da die Produktion und die Herstellung von Werbemittel- und Werbegeschenken vielfach völlig unbesetzt war, stießen in diese Nischen alsbald kleinere Firmen. Eine weitere „Keimzelle" waren die Werksvertreter, die ziemlich rasch nach Beendigung des Krieges auf ein Geflecht an persönlichen Beziehungen zurückgreifen konnten.

Mit freundlicher Genehmigung (C) WA Verlag GmbH 1996/2010
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