Produkt- und Markenpiraterie weltweit auf dem Vormarsch

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Weltweit kaufen 80 Prozent der Verbraucher regelmäßig gefälschte Produkte. Weder Gewissensbisse noch mögliche Folgen wie Gesundheitsgefahren oder Sicherheitsrisiken halten sie davon ab. Das ergab eine aktuelle Studie der Internationalen Handelskammer (ICC) unter 5.000 Verbrauchern aus Ländern wie etwa Mexiko, Indien, Großbritannien, Südkorea und Russland. In dieser hatten zwei Drittel der Befragten angegeben, hin und wieder Nachahmerprodukte zu kaufen. 14 Prozent sagten, dass sie dies sogar regelmäßig tun. Am meisten Resonanz finden Kleider und Software sowie DVDs und CDs. Aber auch nachgemachte Arzneimittel, Ersatzteile, alkoholische Getränke und Lebensmittel gehören zu den gekauften Warengruppen. „Verbraucher zeigen keine Gewissensbisse beim Kauf gefälschter Waren, sie geben ihre beschränkten Möglichkeiten als Grund für den Kauf an und denken wenig an die Auswirkungen ihrer Entscheidung", sagt Jeffrey Hardy, der für die BASCAP-Initiative der Internationalen Handelskammer verantwortlich ist. „Verbraucher sollten erkennen, welchen Gefahren sie sich und ihren Familien durch gefährliche Produkte aussetzen. Es ist wichtig, dass sie verstehen, wie sie selbst ihre Position als Angestellter in Frage stellen, wenn Originalprodukte zunehmend durch gefälschte Waren ersetzt werden". Der Wert der weltweit gefälschten Produkte wird auf bis zu 650 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt.

 





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