Leuchtender Plagiatschutz entwickelt
01.07.2010
Produktfälschungen verursachen in Deutschland jährlich einen wirtschaftlichen Schaden in Höhe von etwa 25 Milliarden Euro. Auch die Werbeartikelbranche hat mit Plagiaten zu kämpfen. Ein neues Verfahren, das Produkte besonders fälschungssicher machen soll, könnte betroffenen Unternehmen zukünftig Erleichterung verschaffen. Wie die Fraunhofer-Gesellschaft jüngst mitteilte, haben Forscher der Organisation einen leuchtenden Plagiatschutz entwickelt. Wie dieser genau funktioniert, erklärt Dr. Andreas Holländer vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP: „Wir setzen dem gesamten Material verschiedene fluoreszierende Farbstoffe zu. Anhand der Fluoreszenz können wir spezifische Eigenschaften exakt bestimmen und dadurch erkennen, ob es sich um das Original handelt und die Qualitätsanforderungen erfüllt sind". Das neue Verfahren ist laut Fraunhofer-Gesellschaft besonders fälschungssicher: So ist es dank der geringen Dosierung praktisch unmöglich, Art und Menge der Farbstoffzusätze zu entschlüsseln. Darüber hinaus kann der Plagiatschutz nicht entfernt werden. „Bei herkömmlichen Sicherheitsmerkmalen ließe sich die Stelle mit der Markierung theoretisch aus dem Material beseitigen", so Holländer. „Das funktioniert bei unserer Technik nicht, da der Farbstoff im gesamten Material verteilt ist und dieses selbst ein Bestandteil der Kennzeichnung ist". Erste Praxistests hat die neue Technik laut Fraunhofer-Gesellschaft bereits bestanden. Das Verfahren sei damit grundsätzlich einsatzbereit, müsse jedoch für jedes Material angepasst werden. Weitere Informationen unter www.fraunhofer.de

