Heinrich Pappert: „Wein ist mein Hobby“

26.01.2011
 |

Als Heinrich Pappert 1985 Teutoburger Spezialitäten gründete, war er noch Verkaufsleiter in der Lebensmittelindustrie. Dort wurde er immer öfter mit Anfragen nach Präsenten konfrontiert. Aus dem zunächst nebenberuflichen Versuch, diese Nachfrage zu bedienen, ist der heutige Spezialist für kulinarische Präsente entstanden, der dem Handel viel Know-how zu bieten hat.

Heinrich Pappert, Inhaber der Teutoburger Spezialitäten Präsentservice GmbH und des Weincontors Pappert, versteht sein Metier: Der gelernte Groß- und Außenhandelskaufmann kommt aus der Lebensmittelbranche und hat langjährige Erfahrung im Vertrieb. Schon in seiner Funktion als Verkaufsleiter eines Fleisch verarbeitenden Unternehmens erkannte er den Bedarf der Industrie an hochwertigen, maßgeschneiderten kulinarischen Präsenten. Also schlug er den damaligen Inhabern des Unternehmens vor, einen Präsentbereich aufzubauen. Sie zeigten zwar kein Interesse an dieser wohlbegründeten Initiative, gaben ihm aber die Erlaubnis, das Projekt nebenberuflich und auf eigenes Risiko anzupacken. Ermutigt durch die vielen Anfragen, die er bis dahin immer ablehnen musste, gründete er unter dem Namen seiner Frau Christel ein Einzelhandelsunternehmen. Das bot anfangs nur eine überschaubare Anzahl an Präsenten an, die überwiegend aus Schinken- und Wurstspezialitäten sowie Spirituosen bestanden. Schnell wurde der Präsentbereich eines überregionalen Spirituosenherstellers übernommen und dessen bisherige Verpackungen modernisiert. Als der erwartete Aufschwung eintrat, konzentrierte sich Heinrich Pappert voll und ganz auf das eigene Unternehmen. Die Mitgliedschaft im PSI eröffnete neue Kontakte und das Unternehmen, das zunächst noch seinen Sitz im Privathaus der Papperts hatte, entwickelte sich stetig weiter. Deswegen war ein eigenes Firmengebäude mit ausreichend Lagerkapazitäten nötig geworden. Es wurde vom ältesten Sohn Michael Pappert, der von Beruf Architekt ist, bedarfsgerecht geplant und gebaut. Das 5500 Quadratmeter große Grundstück bietet noch die Möglichkeit zu weiterer Expansion. Christel Pappert hat die Entwicklung der Firma maßgeblich mit gestaltet und ist bis heute in das Geschäft eingebunden.

Wein ist seine Welt
Ein Meilenstein, der die Geschäftsentwicklung entscheidend vorantrieb, war die Integration des Weingeschäfts: 1992 ergriff der Weinliebhaber die Gelegenheit, eine ortsansässige Weinhandlung zu übernehmen, die allerdings nur französische Weine führte. Bereits kurzfristig wurde das Programm um italienische und spanische Weine erweitert und heute liest sich der Katalog wie ein Führer durch die international bedeutendsten Anbaugebiete. Das kommt nicht von ungefähr. Denn unermüdlich besucht Pappert „seine" Weingüter in den europäischen Wein-Regionen. Häufig ist er in Bardolino, in Verona oder Bordeaux und pflegt seine Kontakte, die über Jahre gewachsen sind. Allerdings ordert er nie sofort, sondern prüft erst noch einmal zuhause, ob die Vorauswahl auch gelungen war.

Anspruchsvolles Geschäft
Im Präsentbereich sind rund 700 Artikel im Programm, hinzu kommen etwa 280 bis 300 Weine. Anregungen für die einzelnen Komponenten und ihre anschließende Kombination holen sich Pappert und sein fünfköpfiges Team Anfang des Jahres auf einschlägigen Messen. Dann beginnt die kreative Arbeit: Ein Brainstorming gibt erste Ideen, die dann in mehreren Stufen gefiltert werden, bis schließlich die Neuheiten stehen. In Stoßzeiten werden bis zu 3.000 Präsente täglich konfektioniert und verpackt. Ein spezieller Kundenkreis sind Katalogversender, für die Teutoburger neben den Klassikern, die schon Jahre bestens laufen, etwa die Hälfte der Präsente jedes Jahr neu entwickelt, zum Teil exklusiv. Das extreme Saisongeschäft sowie das Handling der hoch empfindlichen Frischwaren wie Schinken- und Wurstspezialitäten, Lachs und Pralinen erfordern bei der Planung von Einkauf und Lieferung extreme Sorgfalt. Da darf man sich in keinem Haltbarkeitsdatum irren, alles muss akribisch erfasst werden. Bei Frischprodukten wird der Wochenbedarf frisch geordert, nur kleine Mengen für sofortige Muster werden am Lager vorgehalten. Die beste Garantie für erste Qualität sind vertrauenswürdige, erfahrene Partner, die immer wieder geprüft werden.

Verknüpfung von Privatem und Beruf
Immer wieder fällt auf, wie eng bei Heinrich und Christel Pappert Privatleben und Beruf verknüpft sind. So probiert er schon von Berufs wegen gerne Wein und das tun beide auch gerne gemeinsam zu Hause bei einem schönen Essen. Und natürlich bietet es sich an, die ohnehin zahlreichen Reisen in die Weingebiete mit einem Urlaub zu verbinden. Dass er trotz aller Aktivität auch gut abschalten kann und gelernt hat, manches auch zu delegieren, kommt seiner Leistungsfähigkeit zugute. Mit Sohn Karsten wächst inzwischen auch die Nachfolgegeneration in das Unternehmen hinein, das in etwa vier Jahren übergeben werden soll.

 





PSI Logo