Fakten zum „Tag des Werbeartikels" auf der PSI

Liebe PSI Mitglieder,

aus gegebenem Anlass möchten wir an dieser Stelle für Klarheit in der Frage „Tag des Werbeartikels" auf der PSI sorgen. Es tut uns sehr leid, dass hier Irritationen aufgetreten sind, die vielleicht auch Sie verunsichert haben. Möglich, dass unsere Kommunikation in dieser Sache nicht perfekt war. Das darf aber nicht dazu führen, dass einzelne Mitglieder bewusst Falsches in die Welt setzen und mit abwegigen Unterstellungen letztlich uns allen Schaden zufügen. Deshalb hier die Fakten.

Fakten zum „Tag des Werbeartikels" auf der PSI

1. Grundsätzliches: Das PSI möchte die Messe und den Markt weiter entwickeln. Das Marktforschungsinstitut, das mit unserer Branche seit Jahren zusammenarbeitet, sagt uns, dass rund eine Milliarde Euro Umsatzpotenzial bei kleinen und mittleren Unternehmen nicht genutzt wird. Das sind Ihre Umsätze, die wir gerne für Sie, für Händler, Hersteller und Importeure, aktivieren würden.

2. Tag des Werbeartikels: Wir möchten für die PSI, jeweils am Freitag, einen „Tag des Werbeartikels" entwickeln. Dieser soll dem Werbeartikel auf vielen Ebenen neue Chancen generieren. Wir werden an diesem Tag vielfältige Maßnahmen ergreifen, um den Werbeartikel und seine Wirkung in die Öffentlichkeit zu tragen. Ein Mittel ist, gezielt und sehr begrenzt einen Versuch zu starten, Industriekunden diese Welt zu zeigen. 50 Großhandelsunternehmen sollen jeweils einen ihrer Top-Kunden mitbringen dürfen, um diese Kundenbeziehung zu festigen und dem Kunden auch zu zeigen, wie wichtig die Beratungskompetenz bei dieser Vielfalt ist. Diese Unternehmen sollen den Versuch auch permanent begleiten. Weiter werden wir ein Marktforschungsinstitut, das die Branche schon lange unterstützt, beratend hinzuziehen, damit Repräsentanz und Objektivität in Auswahl und Ergebnis gesichert ist.

3. Versuch: Dieser Versuch, dem Werbeartikel größere Akzeptanz zu eröffnen, wird völlig ergebnisoffen gestaltet. Nach der PSI 2013 werden die begleitenden Unternehmen und das Marktforschungsinstitut ihre Erfahrungen mit dem PSI austauschen. Zu diesem begleitenden Prozess laden wir auch alle Verbände ein. Wenn dieser begrenzte Versuch für die Marktteilnehmer, speziell für den Werbeartikel-Großhandel, kein überzeugendes, positives Ergebnis hat, wird dieser Versuch damit beendet.

4. Konsequenz: Hat dieser begrenzte und begleitete Versuch ein positives Ergebnis, so wird das PSI mit Mitgliedern und Verbänden die weitere Vorgehensweise diskutieren. Ziel kann allenfalls eine begrenzte und von Händlern begleitete Öffnung sein. Das PSI hat auf keinen Fall eine generelle Öffnung der Messe zum Ziel, das würde auch allen Wünschen aus der Branche und dem Kern des Mitgliedersystems widersprechen. Warum sollte das PSI das also tun?

5. Tickets: Es wurde von einzelnen Marktteilnehmern voreilig und öffentlich unterstellt, das PSI suche neue Geschäftsfelder und wolle durch eine Öffnung mehr Eintrittsgelder generieren. Es wird hier versichert, dass der Eintritt für die begleiteten Industriekunden völlig kostenfrei ist. Zu glauben, das PSI könne sich durch eine wie auch immer geartete Öffnung an Eintrittsgeldern bereichern, verkennt völlig die Gegebenheiten. Eine faire und konstruktive Diskussion sollte nicht auf diesem Niveau geführt werden. Der Griff zum einfachen Taschenrechner kann hier für Aufklärung sorgen.

6. Zielsetzung: Dem PSI geht es einzig und allein um eine zeitgerechte und zukunftsorientierte Entwicklung der PSI Messe. Wir möchten in Ihrem Sinn und Auftrag daran arbeiten, damit die Messe nicht irgendwann ver‑„schleckert" und ihre Daseinsberechtigung geschmälert wird. Wir werden nicht in die Zukunft gehen können und die wichtigen Entscheider über unsere Budgets völlig außen vor lassen. Diesen Fehler haben schon andere Branchen bitter bezahlen müssen. Aus diesem Grund suchen wir nach Wegen, diese Industrie-Entscheider mehr und mehr vom Werbeartikel zu überzeugen. Der Versuch einer begrenzten Öffnung für begleitete Industriekunden - etwas anderes ist für das PSI auch undenkbar - soll uns wichtige Erkenntnisse für eine Fortentwicklung der Messe liefern. Und noch mal: Wir laden Verbände und Mitglieder ein, an diesem Prozess kritisch und konstruktiv mitzuwirken.

7. Gefahr: Das PSI empfindet es auch als Aufgabe, die PSI Messe in eine Zukunft zu führen, die den größtmöglichen Nutzen für alle Mitglieder bringt. Fakt ist, dass viele Industriekunden heute schon verstärkt Messen im Ausland besuchen, um sich direkt zu informieren. Über 50 Hausmessen allein in Deutschland stellen ebenfalls einen informellen Kontakt zwischen Lieferanten und Industriekunden her. Roadshows haben sich ebenfalls kontrolliert und bewährt geöffnet. Unzählige Marketingleute der Hannover Messe finden seit Jahren direkten und sogar unkontrollierten Zutritt zur Promotion World. Und selbst auf der PSI werden immer wieder Industriekunden „hereingeschmuggelt". Der „Tag des Werbeartikels" soll uns Hinweise liefern, wie wir diesen allgemeinen Prozess steuern und kanalisieren können. Vergessen wir nicht das Internet. Wir müssen eine Antwort auf die Frage finden, wie wir die Entscheider über die Budgets einbinden und an uns binden können. Es geht darum, bestehende Strukturen aktiv zu stärken, statt sie zu schwächen. Zu Letzterem hat meist das ewig Gestrige geführt. Wir brauchen hier den positiven Blick nach vorne.

8. Chancen: Wir möchten alle Mitglieder motivieren, in „Chancen" und nicht - wie so einige - immer in „Gefahren" zu denken. Die Welt bleibt nicht stehen. Und deshalb setzen wir uns ganz bewusst der derzeitigen Diskussion aus. Wir haben sie kommen sehen und das Thema trotzdem angestoßen, denn es geht uns um kein geringeres Ziel als um die Weiterentwicklung der Branche. Wir verstehen auch, dass es Mitglieder gibt, die diesen Versuch kritisch sehen. Warum aber einige Mitglieder bei einem ergebnisoffenen Versuch von 50 begleiteten Industriekunden zum „heiligen Krieg" aufrufen, das verstehen wir nicht.

9. Konzept: Am „Tag des Werbeartikels" werden die Industriekunden (50) deutlich erkennbar ein besonderes Namensschild tragen. In einem gesonderten Dialog wird das PSI die ausstellenden Unternehmen auf diese Tatsache hinweisen und abgestimmte Handlungsanleitungen vorgeben. Ein Konzept zum praktischen Ablauf wird derzeit erstellt. Bekannte Modelle werden geprüft und auch hierzu sind die Verbände herzlich eingeladen. Vergessen wir nicht: Jeder Industriekunde wird von einem Händler begleitet. Und Händler werden natürlich nur Kunden einladen, denen sie vertrauen. Das wird als Reaktion auch das Vertrauen dieser Industriekunden zu ihren Händlern stärken.

10. Zusammenfassung: Das PSI hat einen Versuch gestartet, um herauszufinden, ob ein begrenzter und begleiteter Eintritt für Industriekunden an einem Tag eine Maßnahme ist, die der Branche mehr Akzeptanz, Anerkennung und in der Folge mehr Budget bringt. Das PSI wird finanziell an dieser Maßnahme nicht profitieren. Es wird durch die flankierenden Maßnahmen vielmehr deutlich steigende Kosten haben. Das Ergebnis dieses Versuchs ist völlig ergebnisoffen. Wir tun nichts anderes als das, was heute jedes Unternehmen tut, um Entscheidungen zu optimieren und abzusichern. Das PSI lädt Verbände und Mitglieder ein, diesen interessanten Versuch neben einem Institut für Marktforschung konstruktiv zu begleiten. Großhändler können sich bewerben, um dabei mitzumachen und den Prozess mitzugestalten. Melden sich mehr als 50 Mitglieder, so zieht das Marktforschungsinstitut eine entsprechende Stichprobe.

11. Individueller Ausblick: Als Großhändler würde ich mich gern an diesem Versuch beteiligen. Ich würde einen Kunden zum Düsseldorf-Besuch einladen, der gerade dabei ist, den Werbeartikel als tolles Werbetool zu entdecken. Oder einen, dem ich schon immer etwas Gutes tun wollte. Ihm würde ich die Messe zeigen, ihn zu guten und vertrauten Lieferanten führen und ihm auch im Technik-Bereich wie etwa beim Druck mein Können zeigen. Ein Gang durch die Hallen würde ihn von der Vielfalt werblicher Möglichkeiten mit unserem Werbeträger mehr denn je überzeugen. Ich bin mir auch sicher, dass dieser Messerundgang meinen Kunden neu motivieren würde. Und ich bin mir sicher, dass er meine Kompetenz noch höher einschätzen wird, als das bisher schon der Fall war. Ich würde mit ihm noch interessante Workshops zum Thema Werbewirkung besuchen und andere Angebote am „Tag des Werbeartikels" nutzen. Dann würde ich ihn zu einem schönen Abendessen einladen. Ein toller Tag für ihn, für uns und letztlich für die Branche. Denken wir in Chancen - genau deshalb haben wir diesen Versuch so offen diskutiert.

12. Noch ein Wort: Wenn Sie Zustimmung, Bedenken oder gar deutliche Kritik an diesem Versuch äußern möchten, sprechen Sie mit uns direkt. Wir freuen uns auf einen ausführlichen, ehrlichen und offenen Dialog.

 

 




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