Bildhafte Produktnamen sind beliebt
01.07.2010Für die Produkt-Namensgeber der Branche gibt es eine interessante Untersuchung der Düsseldorfer Namensagentur Nomen Deutschland. Sie zeigt auf, dass bildhafte Namen als besonders attraktiv, motivierend und hochwertig eingestuft werden und die Kauflust der jungen Zielgruppe auch ohne flankierende Produktwerbung anregen. Ermittelt hatte die Agentur dieses Ergebnis anhand einer Befragung von rund hundert fußballinteressierten Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 14 und 25 Jahren. Den Testpersonen wurden 30 Namen für Fußballschuhe vorgelegt. Davon werden 22 tatsächlich im Handel vermarktet, acht Namen waren frei erfunden. Die Testpersonen sollten angeben, welche Fußballschuhe sie kaufen würden, sofern wichtige Kriterien wie gute Passform und ansprechendes Design erfüllt wären. Anschließend sollten sie ihre Namensfavoriten auswählen und ihre Auswahl begründen. Als besonders attraktiv, motivierend und hochwertig empfanden die Befragten bildhafte Namen, darunter insbesondere solche, die mit „Stärke", „Höchstleistungen" und „Überlegenheit" assoziiert wurden. Ein aggressiver Unterton im Namen wurde mehrheitlich als positiv empfunden. Existierende Namen („Predator", „Libero", „King", „Mercurial Vapor", „Tiempo Mystic", „World Cup") und erfundene („Xtreem", „Striker", „Team Player", „Dribblex") schnitten gleich gut ab. Existierende Namen ohne Fußballbezug oder ohne erkennbare Bedeutung („Tektral", „Davicto", „Hyodoh" etc.) wurden dagegen als uninteressant eingestuft. Laut Nomen International Deutschland GmbH stellt das Ergebnis der Untersuchung den Trend zu sachlichen oder technischen Namen in Frage. „Beschreibungen, Abkürzungen oder Ziffernfolgen erfüllen nicht ihren Zweck", so Sybille Kircher, geschäftsführende Nomen-Gesellschafterin. „Sie machen das Produktangebot unübersichtlich, anstatt Orientierung zu geben." Deshalb fordert Kircher mehr Mut und Kreativität bei der Namenswahl. Foto: Produkte mit spektakulären Namen haben es leichter.

