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Anti-Dumping Steuer: EPPA trifft sich mit EU-Kommission




Seit dem 16. November 2012 werden auf Einfuhren von Keramik- und Porzellan-Artikeln für den Tisch- und Küchengebrauch aus China gemäß der vorläufigen EU-Verordnung 1072/2012 Anti-Dumping-Zölle erhoben. Die Dumpingspanne liegt abhängig vom Unternehmen zwischen 17,6 und 58,8 Prozent des CIF-Preises. Was dem Schutz der europäischen Porzellanmanufakturen gelten soll, kann für die Werbeartikelbranche große Einbußen bedeuten.

Die European Promotional Products Association, EPPA, gab mit Eintritt der EU-Verordnung eine offizielle Stellungnahme ab. Vor Vertretern der Europäischen Kommission konnten EPPA-Vertreter am 18. Februar darlegen, welche Auswirkungen die Anti-Dumpingzölle auf die Werbeartikelbranche haben. So befürchtet Hans Poulis, President EPPA, dass Werbeartikelimporteure ihre Produktionsstätten in andere Niedriglohnländer verlegen könnten. Dies wiederum könne Probleme mit der Produktsicherheit und CSR aufwerfen. Außerdem sei die europäische Keramikindustrie auf hochwertiges Porzellan und Keramik spezialisiert. In der Werbeartikelbranche werden jedoch überwiegend preisgünstige Produkte als Streuartikel eingesetzt, die europäische Hersteller gar nicht produzieren. Kunden würden wegen der hohen Preise auf andere Produkte zurückgreifen. Das Ziel, die Keramikindustrie innerhalb der Europäischen Union zu unterstützen, wird damit laut EPPA verfehlt. Als letzten Punkt gibt EPPA zu bedenken, dass die Kunden sich wegen der höheren Preise auch anderen Formen der Werbung zuwenden könnten, was wiederum der Werbeartikelbranche großen Schaden zufügen würde.

Das Trade Injury Team der Europäischen Kommission wird die EPPA-Ausführungen bei seinen weiteren Untersuchungen in Betracht ziehen. Die Ergebnisse sollen in den kommenden Wochen veröffentlicht werden. Alle Parteien haben dann 10 Tage Zeit eine Stellungnahme abzugeben. Anschließend wird die Europäische Kommission den Europäischen Rat über alle Ergebnisse und bisherigen Maßnahmen unterrichten. Dieser wird abschließend am 22. Mai entscheiden.
www.eppa-org.eu

 


Export verliert 2012 an Schwung




Die deutschen Ausfuhren sollen 2012 nur um drei Prozent ansteigen. Dies teilte der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) mit. Im Vergleich zum vorangegangenen Jahr lässt das Wachstum damit um sieben Prozent nach. 2010 konnte ein Exportanstieg von 18 Prozent erreicht werden. Laut den Experten des BDI werde das Wachstum 2012 hauptsächlich von der Elektroindustrie und dem Maschinenbau getragen. International sei vor allem in den vergangenen Monaten die Nachfrage nach deutschen Produkten gesunken. Verantwortlich dafür sei die Schuldenkrise in Europa. www.bdi.eu

 


Wirtschaftswachstum im Euroraum




Die Wirtschaft in der europäischen Währungsunion wächst nur minimal. Dies teilte die europäische Statistikbehörde Eurostat in Luxemburg mit. Im zweiten Quartal 2011 wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Im ersten Quartal war das BIP noch um 0,8 Prozent gestiegen. Als Grund gab die Behörde die Angst der Verbraucher vor einer erneuten Schuldenkrise und den damit einhergehendem sinkenden Konsum an. Während der private Konsum um 0,2 Prozent sank, legten die Investitionen von Unternehmen um 0,2 Prozent zu. Und auch der Außenhandel begünstigt das europäische Wirtschaftswachstum: Die Ausfuhren wuchsen um ein Prozent, während die Einfuhren um 0,5 Prozent anstiegen. In Deutschland hingegen veröffentlichte das Wirtschaftsministerium erste Daten, die besagen, dass die Auftragseingänge in Deutschland im Juli um 2,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat gesunken seien.

 


Reedereien setzen auf Gemächlichkeit




Die hohen Energiepreise haben zu einem Umdenken bei vielen Reedereien geführt. Nach einem Bericht des Nachrichtenportals sueddeutsche.de fahren Containerschiffe zunehmend langsamer. Durch die gedrosselte Fahrgeschwindigkeit können Reedereien Treibstoff sparen und zugleich die Umwelt schonen. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, verbraucht ein Schiff, das 18 statt 25 Knoten fährt, nur halb so viel Treibstoff. Viele Reedereien gingen deshalb dazu über, bei Neubauten von Containerfrachtern kleinere und schwächere Motoren zu bestellen und damit von Anfang an auf weniger Tempo zu setzen. Standen im letzten Jahr noch große Containerschiffe mit hohen Geschwindigkeiten von 24 bis 25 Knoten auf der Bestellliste vieler Schiffkonstrukteure, hätte sich das 2011 geändert, erklärt Andreas Wiesmann vom Schiffsmotorenhersteller Wärtsilä gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Heute betrage die Konstruktions-Geschwindigkeit etwa 21 bis 23 Knoten, die meist gefahrenen Geschwindigkeiten um die 17 bis 19 Knoten. Der neue Trend ist auch für die Importeure der Branche von Interesse, die die gedrosselte Fahrgeschwindigkeit in ihre Zeitbudgets einrechnen müssen.

 


Küchenartikel aus China und Hongkong: EU verschärft Importbestimmungen




In letzter Zeit wurde bei Küchenartikeln aus Melamin und Polyamid, die aus China oder Hongkong stammen, besonders häufig die Überschreitung der zulässigen Grenzwerte für bestimmte Inhaltsstoffe festgestellt. Aus Gru?nden des Gesundheitsschutzes und der Lebenssicherheit hat die EU deshalb die neue Verordnung (EU) Nr. 284/2011 erlassen, die ab 1. Juli 2011 verbindlich ist. Darin werden die besonderen Bedingungen und detaillierten Verfahren fu?r die Einfuhr solcher Produkte festgelegt. Kunststoffku?chenartikel aus Polyamid oder Melamin mit Ursprung oder Herkunft China beziehungsweise Hongkong du?rfen zuku?nftig nur unter folgenden Voraussetzungen in die Mitgliedstaaten der EU eingefu?hrt werden:

• Vorlage eines Laborberichts fu?r Polyamid- Kunststoffku?chenartikel bei der zuständigen
Behörde (Zoll), der nachweist, dass keine primären aromatischen Amine an Lebensmittel
abgegeben werden. (Nachweisgrenzwert 0,01 mg/kg).
• Vorlage eines Laborberichts fu?r Melamin- Ku?chenartikel bei der zuständigen Behörde (Zoll), der nachweist, dass kein Formaldehyd in Mengen von u?ber 15 mg/kg an Lebensmittel abgegeben wird.
• Fu?r jede Sendung muss der zuständigen Behörde eine ordnungsgemäß ausgefu?llte Erklärung (Anhang der Verordnung) vorgelegt werden, in der bestätigt wird, dass oben genannte Anforderungen erfu?llt sind.
• Zusätzlich ist die zuständige Behörde am Ort der ersten Einfu?hrung mindestens zwei
Arbeitstage im Voraus u?ber das voraussichtliche Datum und die voraussichtliche Uhrzeit des Eintreffens von Sendungen, deren Ursprung oder Herkunft China bzw. Hongkong ist, zu informieren, um entsprechende Kontrollen zu gewährleisten.
• Ggf. werden in Deutschland bestimmte Einfuhrstellen fu?r die hier genannten Artikel
vorgeschrieben.

Nähere Informationen:
AGU GmbH & Co.
Beratungsgesellschaft fu?r Umwelt- und Qualitätsmanagement
Marcus Schweier, Tel.: +491751948917, E-Mail: marcus.schweier@agu-muenster.de

 

 

 


Japan-Katastrophe: Lieferengpässe im Hightech-Sektor nehmen zu




Nach der Katastrophe in Japan muss die deutsche Hightech-Industrie nun mit Lieferengpässen bei Vorprodukten, Bauteilen und Komponenten sowie Endgeräten rechnen. Das hat eine Stichprobenumfrage des Hightech-Verbandes BITKOM ergeben, für die Hersteller und Händler von Informations- und Kommunikationstechnik sowie Unterhaltungselektronik in Deutschland befragt wurden. Danach beziehen vier von fünf der befragten Unternehmen Waren oder Vorprodukte aus japanischer Produktion. 17 Prozent der Hersteller und Händler registrieren aktuell Lieferengpässe bei Geräten, Komponenten oder Bauteilen. 19 Prozent erwarten Einschränkungen in den kommenden Wochen und 29 Prozent in den kommenden Monaten. Nur ein Fünftel erwartet keinerlei Auswirkungen. Die Katastrophe in Japan hat laut Umfrage auch Folgen für die Preise. 21 Prozent der Hersteller und Händler beobachten bereits Preissteigerungen. 21 Prozent rechnen mit diesen in den kommenden Wochen, 17 Prozent in den folgenden Monaten. Die Sorge um radioaktiv belastete Waren aus Japan ist aus Sicht des BITKOM zum gegenwärtigen Zeitpunkt unbegründet. Wie der Hightech-Verband meldet, wird an den Flughäfen ein Großteil der Güter vom Zoll auf Radioaktivität überprüft. Warenlieferungen auf dem Seeweg seien mehrere Wochen unterwegs und dürften daher noch vor dem Reaktorunfall auf den Weg gebracht worden sein. Zudem kontrollieren die deutschen Häfen und der Zoll die Schiffe auf Strahlenbelastung, so der BITKOM. Weitere Informationen gibt es beim Umweltministerium unter www.bmu.bund.de oder auf den Webseiten der Bundesregierung unter http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Japan/japan.html.


DIHK-Ratgeber informiert über die Gestaltung von Exportverträgen




Die Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld hat in Zusammenarbeit mit Professor Dr. Burghard Piltz, einem ausgewiesenen Experten des internationalen Vertragsrechts, den DIHK-Ratgeber „Vertragsgestaltung im Exportgeschäft" aktualisiert. Die zweite Auflage behandelt unter anderem das UN-Kaufrecht und die seit dem 1. Januar 2011 geltenden INCOTERMS 2010, die vertragliche Pflichten von Käufer und Verkäufer regeln. Weitere Themen sind zudem der Zugang zu Auslandsmärkten, Exportvorschriften und Genehmigungspflichten, die Zusammenarbeit mit Vertriebshändlern beziehungsweise Handelsvertretern, aber auch Zollregelungen und die Absicherung des Exportgeschäfts. Zusätzliche Informationen und das Bestellformular für die kostenpflichtige Broschüre finden Sie unter www.bielefeld.ihk.de.


Frühjahrsprognose - Wirtschaft erholt sich




Die Wirtschaft in der Europäischen Union kommt allmählich wieder in Fahrt. In ihrer Frühjahrsprognose bestätigte die Europäische Kommission den positiven Trend. Nach der tiefsten Rezession in ihrer Geschichte dürfte die EU-Wirtschaft 2010 um 1 Prozent und 2011 um rund 1,75 Prozent wachsen. Damit erwartet die Kommission nun für dieses Jahr 0,25 Prozentpunkte mehr Wachstum als noch im Herbst. Vor allem für die Exporte sieht es besser aus. Aufgrund der schwachen Inlandsnachfrage bleibt der Aufschwung dennoch verhalten. Die Geschwindigkeit des Aufschwungs fällt von Mitgliedstaat zu Mitgliedstaat unterschiedlich aus. Für Deutschland erwartet die Kommission in diesem Jahr 1,2 Prozent Wachstum, 2011 könnten es 1,6 Prozent werden. Schlusslicht in diesem Jahr wäre mit 3,5 Prozent Rückgang Lettland, Spitzenreiter Polen und die Slowakei mit jeweils 2,7 Prozent Wachstum.


Exporttelefon geht an den Start




Ab dem 4. Mai können sich kleine und mittelständische Unternehmen vier Wochen lang über eine Experten-Hotline zu allen Fragen rund um den Export fachkundig beraten lassen. Das gab das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) jüngst auf seiner Internetseite bekannt. Danach erhalten Unternehmer unter anderem Auskunft zu Exportchancen in bestimmten Regionen und Ländern, Exportfinanzierungen, Exportförderprogrammen, Auslandsmessebeteiligungen sowie Warenein- und -ausfuhrbestimmungen. Das „Exporttelefon" ist für Anrufer von Montag bis Donnerstag zwischen 8:00 und 20:00 Uhr und Freitag von 8:00 bis 15:00 Uhr unter der Rufnummer (030) 346 465 472 erreichbar.

 




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